Nierenstein

nierenkonkrement

Nierensteine sind kristalline Ablagerungen im Nierenbeckenkelchssystems. Nach einem Eintritt in den Harnleiter werden diese Konkremente zu Harnleitersteinen und lösen dadurch oft eine Kolik aus.

  • Die Häufigkeit liegt in unseren Breiten bei ca. 5%
  • Die Verteilung zwischen Frauen und Männer liegt bei 5 zu 7
  • Das Lebensalter zwischen 30-50 Jahren ist am häufigsten vertreten
  • Widerholungsrate bei bis zu 60%

Ursache für die Bildung von Nierensteinen ist eine Erhöhung von steinbildenden Harnbestandteile. Auch eine geringe Trinmenge und die dadurch verursachte Exsikkose ist hier oft ein Grund. Es gibt auch Störungen der Nierenfunktion, bei denen zu viele steinbildende Substanzen ausgeschieden wird. Anatomische Anomalien wie Harnleiterengen oder Anlagedefekte können eine Steinbildung unterstützen.

Zur Diagnostik eines Nierensteinleidens gehören:

  • Körperliche Untersuchung
  • Untersuchung des Urins (Hämaturie)
  • Ultraschall
  • Röntgen-Kontrastdarstellung der Niere und ableitenden Harnwege (IVP, CT, MRT)
  • Retrograde Kontrastmitteldarstellung der Harnwege

Kleine Nierensteine (unter 6 mm) schaffen es oft von selber spontan abzugehen. Urat- und Cystinsteine können durch alkalisierender Medikamente aufgelöst werden (Urolitholyse).

Wenn die Steine zu größ sind um sponatn abzugehen wird oft eine stationäre Behandlung notwendig. Hierbei kann der betreffende Stein durch verschiedene Maßnahmen entfernt werden.

  • Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL)
  • Ureterorenoskopische Steinentfernung (URS)
  • Laserlithotripsie
  • Perkutane Nephrolitholapaxie (PNL)

Nach erfolgter Intervention/Operation wird oft eine sog. Harnleiterschiene zwischen Niere und Blase eingelegt. Diese Schiene sorgt dafür das der Urin komplikationslos abfliesen kann und nicht durch eine evt. Schwellung des Harnleiters blockiert wird. Nach einer Erholungsphase von ca. 2 Wochen wird diese Harnleiterschiene amb. in unserer Praxis entfernt.

Um die Bildung weiterer Steine zu verhindern, ist es wichtig, die Ursache der Steinbildung zu bekämpfen. Die einfachste Weise, das Risiko der Neubildung zu minimieren, ist die Verdünnung des Urins durch Erhöhung der täglichen Flüssigkeitsaufnahme. Eine Trinkmenge von 2-3 Litern pro Tag, bzw. ein heller Urin über den gesammten Tag sind hier anzuraten.

Da es sich bei diesen Ausführungen nur um einen kurzen Überblick handelt, scheuen Sie sich nicht uns anzusprechen.