Prostataentzündung

Als gut durchblutete Drüse im Zentrum des Beckenbodens und mit direkter Verbindung zur Harnröhre ist die Prostata oft von Infektionen betroffen.

Die Prostatitis wird nach der US-amerikanischen Klassifikation (NIH/NIDDK 1995/1999) eingeteilt in:

  • I Akute bakterielle Prostatitis (von Bakterien verursacht)
  • II Chronische bakterielle Prostatitis (von Bakterien verursacht)
  • III Chronisches Beckenschmerzsyndrom (CBSS) / chronische (abakterielle) Prostatitis (nicht von Bakterien verursacht)
    • A: Entzündliche Form
    • B: Nichtentzündliche Form
  • IV Asymptomatische entzündliche Prostatitis: Keine Krankheitszeichen.

Eine akute Prostatitis geht mit starken Schmerzen im Damm- und Analbereich einher. Außerdem treten Symptome wie häufiger Harndrang, Schmerzen beim Wasserlassen und Schmerzen während der Ejakulation auf.

Eine chronische Prostatitis ist hingegen oft ohne jegliche Beschwerden, und die häufigere Form der Prostatitis.

 

Eine akute bakterielle Prostatitis wird mit Antibiotika behandelt.

Bei eine chronische abakterielle Prostatitis (Chronisches Beckenschmerzsyndrom) ist eine Antibiotika-Therapie in der Regel wirkungslos.

Es lohnt sich aber trotz des fehlenden Nachweises eines Krankheitserregers ein Versuch mit Antibiotika, da hierdurch oft eine Verbesserung erzielt werden kann. Desweiteren werden unterstützende Medikamente Verordnet. Darunter entspannende und schmerzlindernde Substanzen.

Die Prostatitis ist ein vielschichtiges und manchmal auch schwer zu behandelndes Krankheitsbild. Eine individuelle Therapie ist hier besonders wichtig.

Bei Fragen zu diesem Thema sprechen Sie uns bitte an.