Prostatakrebs

Rektale Untersuchung

Die gesetzliche Krebsvorsorgeuntersuchung beim Mann beinhaltet:

  • eine körperlichen Untersuchung
  • eine Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut
  • eine Fingerbetastung vom After aus zur Beurteilung der Prostata

Dadurch können jedoch selbst bei jahrelanger Erfahrung des Urologen nur etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Um den aktuellen Stand der Wissenschaft zu entsprechen, bieten wir Ihnen im Rahmen der erweiterten urologischen Vorsorge folgende erweiterte Untersuchungen an:

  • eine Ultraschalluntersuchung der urologischen Organe (Niere, Blase und TRUS-Prostata)
  • eine PSA & fPSA Blutbestimmung

 

Entsprechend diesem Standard ist eine Blutuntersuchung (aus dem Arm) zur Bestimmung des PSA-Wertes (prostataspezifisches Antigen) sinnvoll. Das prostataspezifische Antigen, kurz PSA, ist ein Protein, das ausschließlich von den Epithelzellen der Prostata gebildet wird. Es ist für die Verflüssigung von Sperma verantwortlich.

Die PSA-Blutkonzentration kann von verschiedenen krankhaften Veränderung der Prostata und besonders durch das Prostatakarzinom beeinflusst werden.

Erhöhte PSA-Werte sind daher ein dringlicher Hinweis auf eine bösartige Veränderung des Prostatagewebes.
Die PSA-Blutserumbestimmung ist somit eine sehr empfindliche Untersuchungsmethode bei der frühzeitigen Erkennung eines Prostatakarzinoms.

Aufgrund dieser Erfahrungen wird weltweit von allen Urologen empfohlen, jährlich den PSA-Blutwert und bei Grenzbereichen zwischen PSA 2 ng/ml bis PSA 10 ng/ml den Blutwert des freien PSA in der Verlaufskontrolle bei der erweiterten Vorsorge (urologische erweiterte Vorsorge) bestimmen zu lassen.

In den letzten Jahren hat sich die Transrektale Sonographie der Prostata, eine Ultraschalluntersuchung der Prostata vom After aus, zu einer sehr aussagekräftigen und in der Vorsorge wichtigen diagnostischen Methode entwickelt.
Sie erlaubt unter Berücksichtigung der übrigen Untersuchungsergebnisse (PSA, Tastuntersuchung) eine genauere Aussage über ihre individuelle Krebswahrscheinlichkeit.

Leider werden von den Krankenkassen all diese Leistungen als Wunschleistung eingestuft und sind somit Selbstzahlerleistungen. Mit Einführung des neuen Gesundheitsstrukturgesetzes Anfang 2004 können wir diese Untersuchungen nicht mehr auf kassenärztlicher Abrechnungsbasis durchführen. Sie werden zur Gruppe der Wunschleistung gezählt und müssen daher auf privater Abrechnungsbasis abgerechnet werden.

Die oben aufgeführten Untersuchungsmaßnahmen sollten in regelmäßigen Abständen einmal jährlich durchgeführt werden.

Falls Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben sollten, zögern Sie nicht uns persönlich anzusprechen.